Leitbild

„Menschen vergessen, was du gesagt, und was du getan hast.

Sie vergessen aber nie, wie sie sich bei dir gefühlt haben.“ Maya Angelou

 

Leitbild Spielgruppe Kunterbunt

Alle Kinder sollen sich bei uns wohlfühlen und gute Erfahrungen in einer Gruppe sammeln können.

Ein Kind, das sich wohl fühlt, kann neugierig und aktiv sein.

In der Spielgruppe Kunterbunt bieten wir Kindern 2 Jahre vor dem Kindergarten die Möglichkeit ein vielfältiges Bild von sich und der Welt im Austausch mit anderen zu erfahren.

–         Für das Vorschulkind steht das Spiel im Zentrum seines Lebens.

–         Kinder lernen im Spiel und spielen beim Lernen.

–         Spielend eine neue Welt entdecken und erfahren.

–         Spielend Freunde finden.

Wir orientieren uns am aktuellen Entwicklungsstand und an den Bedürfnissen der Kinder. Es ist uns wichtig, jedes Kind dort abzuholen, wo es sich bei Eintritt in die Spielgruppe befindet. Spielerisch und lustbetont unterstützen, fördern und begleiten wir die Kinder beim Erobern seiner Welt ausserhalb der Familie.

Durch den Besuch einer Spielgruppe findet ihr Kind einen langsamen Übergang von der Familie zu einer grösseren Gruppe und erleichtert ihm später den Start in den Kindergarten. Uns ist es wichtig, dass der Besuch Ihres Kindes in der Spielgruppe Kunterbunt für Ihr Kind und Sie positive und reiche Erfahrungen mit sich bringt. Dazu ist eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den Spielgruppenleiterinne unerlässlich. Es ist unsere gemeinsame Arbeit, das Kind in diesem Lebensabschnitt zu begleiten und zu unterstützen. Gegenseitige Gespräche, Rückmeldungen und Anregungen, Ideen und Wünsche sind uns ein Anliegen. So können wir unser „Tun“ reflektieren und weiterentwickeln. Um unsere Arbeit transparent zu machen und den Austausch mit Ihnen zu pflegen, begrüssen wir, wenn Sie während eines Spielgruppenmorgens mit dabei sind.

Unsere Spielgruppenleiterinnen haben die Spielgruppenleiterinnenausbildung der „IG Spielgruppen Schweiz“ absolviert oder haben eine gleichwertige pädagogische Ausbildung. Durch Weiterbildungen und Kurse erweitern sie ihr Wissen und holen sich neue Ideen und Impulse, um in der Praxis umzusetzen.

Die Leitsätze und Ziele der Spielgruppenpädagogik der „IG Spielgruppen Schweiz“ (www.spielgruppe.ch) bilden den Rahmen unserer Arbeit. In ihnen spiegelt sich unsere Haltung und Grundeinstellung gegenüber den Kindern und ihnen.

mannögeliband

Spielgruppenpädagogik

1. Das Kind steht im Mittelpunkt.

Das Kind braucht für seinen Bildungs- und Leinprozess Vertrauen und Sicherheit in seine Bezugspersonen. Ebenso benötigt es frei verfügbare Zeit, Rituale, neue Herausforderungen, andere Kinder und klare Grenzen.

Die Spielgruppe fördert Selbstkompetenz, Eigeninitiative und Entscheidungsfreude.

2. Das Kind wählt den Zeitpunkt.

Das Kind bestimmt, was es zu welchem Zeitpunkt lernt und annimmt. Es wählt intuitiv jenen Lerninhalt, der seinem Entwicklungsstand entspricht. Erfolgreiche Lernprozesse setzen die Bereitschaft voraus, etwas lernen zu wollen. Kinder bilden sich selbst mit Hand, Herz und Kopf.

Die Spielgruppe fördert individuelle, ganzheitliche und selbstbildende Lernprozesse.

Die Spielgruppenleiterin bereitet eine anregende, altersgerechte Lernumgebung vor.

3. Das Kind vertraut in seine Fähigkeiten.

Mit unterschiedlichen Materialien zum Spielen und Basteln erprobt und erlebt das Kind sein kreatives Tun. Sein Entdeckungsdrang und Forschergeist werden angeregt und befriedigt.

Das Kind übt im Spiel und im sozialen Miteinander seine Fähigkeiten und erweitert seine Sozialkompetenzen. Es erlebt wie Dinge durch Übung immer besser gelingen.

Die Spielgruppe fördert die Fantasie und die Experimentierfreude.

Die Spielgruppenleiterin wählt anregendes Material und motiviert das Kind beim Erproben seiner Fähigkeiten.

4. Das Kind begreift durch Erfahrung.

Lernen in der frühen Kindheit ist Erfahrungslernen. Es begreift seine Umgebung mit allen Sinnen: fühlen, sehen, riechen, schmecken, hören! Je mehr Sinneswahrnehmungen ein Kind erlebt, je reichhaltiger wird sein Wissen über seine Umgebung.

Die Spielgruppe fördert die Wahrnehmung, die intellektuelle, motorische und psycho-soziale Entwicklung des Kindes.

Die Spielgruppenleiterin beobachtet und begleitet die Prozesse.

5. Das Kind lernt mit und von anderen Kindern.

Die besten Lernpartner für Kinder sind andere Kinder. Das Kind hat ein Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit. In der Spielgruppe lernt ein Kind seinen Platz in der Gruppe zu finden, eigene Ansichten zu vertreten und andere zu akzeptieren.

Die Spielgruppe fördert das soziale Lernen und bietet ein Übungsfeld für die Integration und das Leben in der Gemeinschaft.

Die Spielgruppenleiterin ermutigt die Kinder mit Ängsten und Konflikten umzugehen. Sie hilft dem Kind seinen Platz in der Gruppe zu suchen und zu finden.

6. Das Kind entdeckt seine Stärken.

Die frühe Kindheit ist von grosser Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung. Die vorbereitete Umgebung und der Kontakt zu Gleichalterigen sind ein ideales Übungsfeld.

Die Spielgruppe fördert den Selbstlernprozess, emotionale Kompetenzen, die Selbstwahrnehmung und die Persönlichkeitsentwicklung.

Die Spielgruppenleiterin handelt nach dem Leitsatz:„ Hilf mir, es selbst zu tun.“ (Maria Montessori)

7. Das Kind fühlt sich zugehörig.                                    

Alle Kinder sind willkommen in der Spielgruppe. Durch die Konstanz der Gruppe, fühlt das Kind sich als Teil dieser, zugehörig und verantwortlich. Das Kind erfährt das Zusammensein als bereichernden sozialen Prozess.

Die Spielgruppe fördert die Integration, Vielfalt, Toleranz und das Verständnis.

Die Spielgruppenleiterin unterstützt die Integration aller Kinder. Sie versteht die Vielfalt als Bereicherung.

8. Das Kind teilt sich mit.

In der Gruppe entwickeln die Kinder ihre Sprachkompetenzen spielerisch und ganzheitlich. Ihre Sprachentwicklung wird angeregt im freien Spiel, bei ungezwungenen Gesprächen, Geschichten, Versen, Liedern und Tischtheatern.

Die Spielgruppe fördert die Sprachkompetenz.

Die Spielgruppenleiterin ist ein sprachliches Vorbild. Sie geht bewusst mit ihren Wortschatz um. Sie achtet auf eine deutliche Aussprache. Sie hört aktiv zu und beachtet auch die nonverbale Kommunikation.

9. Das Kind vertraut auf Erwachsene.

Die partnerschaftliche Beziehung basiert auf Vertrauen, Respekt, und einer offenen Kommunikation. Die Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen von Spielgruppenleiterinnen und Erziehungsberechtigten wirken sich zentral auf die Integration und die Lernentwicklung des Kindes aus.

Die Spielgruppe leistet Elternbildung. Sie leistet Früherfassung und arbeitet eng mit den Erziehungsberechtigten und Fachpersonen zusammen.

Die Spielgruppenleiterin erkennt die Bedürfnisse im Ablösungsprozess und begleitet das Kind geduldig und verständnisvoll.

Kinder entdecken die Welt.

Angespornt von ihrer Neugier.

Aufmerksam begleitet von uns.*

 *Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz;netzwerk kinderbetreuung